HV Gäufelden Flinke Pfoten e.V.

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Workshop „Leinenhandling und Kreuzungsarbeit“

TrailenPosted by Sarah Bouzenade Fri, June 08, 2018 19:47:04

Am Sonntag, den 3. Juni, nahmen Jeanette Buckel und ich auf Empfehlung von Jürgen Nemela am Workshop „Leinenhandling und Kreuzungsarbeit“ bei Antje Taube von Riechen-Suchen-Finden in Denkendorf teil.

Da die Leine die Verbindung zum suchenden Hund darstellt, muß die Leinenführung störungsfrei erfolgen, um den Hund nicht durch ungewollte Rucke oder durch ein Durchhängen der Leine von seiner konzentrierten Arbeit abzulenken. Leinenhandling ist auch in unserer Vereinsausbildung ein wichtiges Thema, und bevor mit dem Hund getrailt wird, wird erst intensiv „trocken“ geübt. So sah man bei den Flinken Pfoten in der Beginner-Gruppe reihenweise Teilnehmer am Zaun stehen, die dort ihre Schleppleinen eingehakt hatten und das Auf-und Abwickeln übten. Die erworbenen Fähigkeiten wurden dann in Trails angewendet, bei denen die Teilnehmer die Hunde darstellten, bevor dann am „lebenden“ Objekt geübt wurde.

Bei der fortgeschrittenen Trailarbeit ist die Kreuzungsarbeit ein wichtiger Teil. Das bedeutet, daß der Hund an einer Wegkreuzung die Richtung finden muß, in die die vermißte Person gegangen ist. Das ist nicht immer leicht, es gibt viele Ablenkungen, wie Spuren anderen Personen, Hunde, Katzen, oder Autos und Radfahrer, die Geruchspartikel in andere Richtungen verteilen, um nur einige zu nennen. Bei Rüden kann schon auch mal eine läufige Hündin gehörig von der Arbeit ablenken.

Kreuzungen werden eingeteilt in aktive und passive Zonen. Dem Hund wird an bestimmten Positionen Leine gegeben, um ihm eine Ausarbeitung der Kreuzung zu ermöglichen, und bei Anzeigen der Richtung wird diese wieder verkürzt. Es kann sein, daß ein Hund in eine Richtung sucht und wieder umdreht, dann muß der Hundeführer dem Hund geschmeidig folgen, ohne ihm im Weg zu stehen. Die Leinenführung muß immer gleichbleibend sein, damit der Hund ungestört arbeiten kann.

Da Hunde sehr intelligent sind und genau auf unsere Körpersprache achten, kann es passieren, daß ein Hundeführer seinen Hund durch unbewußte Körperdrehungen in eine Richtung schickt, ohne sich dessen bewußt zu sein. Dies gilt es zu vermeiden. Mantrailarbeit bedeutet auch konzentrierte Arbeit für den Hundeführer.

Auf die Theorie folgte der praktische Teil, bei dem Antje eine Kreuzungsarbeit mit ihrem Mann als Hund vorführte. Es war interessant zu sehen, wie eine erfahrene Trainerin diese Arbeit durchführte. Darauf folgte die „Trockenarbeit“ der Teilnehmer, bei dem ein Teilnehmer für einen anderen den Hund imitierte. Diese Übung führte manch einen zu interessanten Erkenntnissen.

Es war ein schöner Workshop in angenehmer freundlicher Atmosphäre, von dem die Teilnehmer mit ihren Hunden bei der weiteren Arbeit mit ihren Hunden sicherlich profitieren werden.


Verfasser: Christine Hamscha-Troboukis